Das Geologische Museum Saarberg ist aus Von der Heydt nach Saarbrücken in die Räume der renovierten Bergingenieurschule in der Trierer Straße 4 überführt worden. Das Museum vereinigt in sich seit 1964 die Sammlungen der Bergingenieurschule, der "Gesellschaft zur Förderung des Geologischen Museums" der ehemaligen Oberrealschule am Landwehrplatz in Saarbrücken und des Geologischen Landesamtes des Saarlandes. Die Vielzahl der Fundstücke bildet eine der umfassendsten Fachsammlungen Südwestdeutschlands und die vollständigste des Saarländischen Steinkohlengebirges.
In großzügig ausgestatteten Räumen, die den unter Denkmalschutz stehenden alten Gebäudeteil in hervorragend gelungener Form in die Architektur des Neubaus einbinden, präsentiert sich eine sorgfältig ausgesuchte Auswahl von Schaustücken auf etwa 730 m2 Ausstellungsfläche für den öffentlichen Teil des Museums. Der nicht öffentliche Teil ist in Schränken geordnet und dient ausschließlich den Zwecken der Schulung von Bergschülern und wissenschaftlicher Forschung.
Durch Vertrag der Eigentümer - dem Saarland und Saarberg - war 1964 die Vereinigung der beiden deutschen Sammlungen verwirklicht worden.
Die Neueinrichtung unseres geologischen Museums in Saarbrücken und die damit verbundene Anpassung an die vorhandenen Räume machte auch eine Neugliederung der vielfältigen Einzelsammlungen nötig und möglich.
An der Planung, die 1978 begann, waren von Anfang an neben dem Bauherrn und den Architekten auch die Geologen und Fachleute für Graphik und Design beteiligt. So konnten in ständigem Kontakt gemeinsame Konzepte erarbeitet und immer wieder - auch noch während der Einrichtung - überprüft werden.
Das Ergebnis ist eine gut durchschaubare Darstellung der Geologie mit klarer thematischer Linienführung.
Aus dem großen Fundus der einzelnen Sammlungen konnten die interessantesten und schönsten Exemplare zur Ausstellung ausgewählt werden. Jede Anhäufung ähnlicher Stücke - vielfach nur um zu zeigen, was man hat-wurde vermieden und damit auch die gähnende Langeweile, die manche derartige "Lehrsammlungen" ausströmen. Diese Beurteilung kommt von zahlreichen Besuchern, die im letzten Jahr befragt wurden bzw. sich selbst spontan äußerten.
Einen wesentlichen Anteil an der Auflockerung der Sammlungen hat die unregelmäßige Anordnung von Turmvitrinen mit zwischengeschalteten Informationstafeln. Sie wurden zu Strängen von bis zu sieben Vitrinen zusammengekoppelt und führen den Besucher unmerklich in der richtigen Reihenfolge von Thema zu Thema.
Die Tafeln bringen Texte zu den einzelnen geologischen Zeitabschnitten, zur Entwicklung der Pflanzen- und Tierwelt und zum Aufbau von Mineralien und Gesteinen. Farbige Graphiken und Bilder zeigen die Verbreitungsgebiete der einzelnen Formationen, aber auch Entwicklungslinien der Evolution oder Sonderthemen wie Bundenbacher Schiefer, Vulkanismus im saarpfälzischen Rotliegenden, Entstehung der Alpen usw.